Die „Bali-Falle“: Warum dein Steuer-Exit allein dich nicht reich macht

Executive Summary – Der Globalminds-Check

Steuern zu sparen ist kein Ziel. Es ist ein Werkzeug.

Freiheit entsteht erst dann, wenn aus dem gesparten Geld Vermögen wird.

Viele Expats erleben nach dem steuerlichen Exit zunächst einen positiven Schock: Plötzlich bleibt deutlich mehr Netto übrig. Doch genau hier beginnt das eigentliche Risiko. Wer diesen Überschuss konsumiert, Lifestyle inflationiert oder „einfach liegen lässt“, tauscht nur eine Abhängigkeit gegen eine andere – vom Staat zum eigenen Kontostand.

Investieren als Expat ist deshalb kein Produkt, keine ETF-Liste und kein einzelner Broker. Es ist ein System. Und dieses System folgt immer derselben Logik:

Sicherheit → Reserve → Struktur → Strategie

Erst wenn die persönliche Absicherung steht, eine Liquiditätsreserve vorhanden ist und die rechtlich-steuerliche Struktur sauber aufgebaut wurde, macht es Sinn, über Rendite zu sprechen. Alles andere ist Zufall – oder Glück.

Gerade vor dem Hintergrund von Inflation, steigenden Lebenshaltungskosten und schleichend überforderten Sozialsystemen wird klar: Aussitzen ist keine Option mehr. Wer mobil lebt, muss auch finanziell eigenständig denken und handeln.

Ziel dieses Artikels ist nicht, dich zum Daytrader zu machen.

Ziel ist es, dir ein klares, reproduzierbares System zu zeigen, mit dem Expat-Leben nicht nur frei, sondern auch finanziell stabil und langfristig vermögensbildend funktioniert.

Einleitung – Die „Bali-Falle“: Warum dein Steuer-Exit allein dich nicht reich macht

Die Szene ist bekannt: Sonne, Laptop, niedrige Kosten, 0-%-Steuern. Du hast es geschafft. Die Abmeldung ist durch, das neue Setup im Ausland steht, und plötzlich landen jeden Monat 3.000 Euro mehr auf deinem Konto, weil das Finanzamt nicht mehr mitkassiert. Ein berauschendes Gefühl.

Der Steuer-Exit fühlt sich an wie ein Befreiungsschlag – und ist es oft auch. Zumindest kurzfristig.

Was viele dabei unterschätzen, ist ein psychologischer Effekt, der sich bei Expats weltweit beobachten lässt: Lifestyle-Inflation. Das gesparte Geld wird nicht bewusst verplant, sondern schleichend ausgegeben. Größere Wohnung. Häufigere Reisen. Besseres Essen. Mehr Komfort. Alles fühlt sich legitim an – schließlich zahlt man ja kaum noch Steuern.

Die Steuerersparnis verpufft im Konsum. Das Problem? Du hast zwar mehr Netto, aber dein Vermögen wächst nicht. Du hast lediglich das graue Hamsterrad in Deutschland gegen ein sonniges Hamsterrad unter Palmen getauscht.

Besonders tückisch ist dabei, dass im Ausland ein entscheidender Puffer fehlt:

Es gibt kein automatisches Sicherheitsnetz mehr. Keine staatliche Rente, kein Arbeitslosengeld, keine implizite Absicherung durch Systeme, die man aus dem Heimatland kennt.

Dein Netto ist im Expat-Leben kein Spielgeld.

Es ist dein privater Sozialfonds, deine Vorsorge, dein Risikopuffer und die Basis für alles, was später Freiheit heißen soll.

Echter Wohlstand entsteht im Kopf, bevor er auf dem Depot landet. Bei Globalminds sagen wir: Steuern sparen schafft Spielraum – Investieren entscheidet über Freiheit. Wer den Überschuss nicht strategisch bindet, wird nie wirklich frei sein, da er für den Erhalt seines teuren Lifestyles weiterhin Zeit gegen Geld tauschen muss.

Der blinde Fleck: Deine Abgaben waren dein Sicherheitsnetz

In Deutschland – und generell in den meisten europäischen Staaten – ist ein großer Teil der finanziellen Absicherung so selbstverständlich, dass man sie kaum wahrnimmt. Krankenversicherung, Arbeitslosigkeit, Rentenansprüche, teilweise sogar Reha- und Übergangsleistungen: All das steckt unsichtbar in Abgaben und Arbeitgeberanteilen.

Ein riesiger Teil deines Bruttos verschwand in Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherungen. Das war teuer und oft ineffizient, aber es war ein Sicherheitsnetz.

Sobald du das System verlässt, ist dieser „automatische Schutz“ weg. Was vorher automatisch mitlief, muss plötzlich bewusst organisiert werden. Wer diesen Zusammenhang ausblendet, spart zwar Abgaben – erkauft sich aber eine massive Schieflage im Risikoprofil.

Im Ausland bist du nicht mehr Teil eines Kollektivs, das Risiken verteilt.

Du bist dein eigener Sozialstaat.

Das bedeutet nicht, dass staatliche Systeme per se besser wären. Im Gegenteil: Sie sind oft ineffizient, teuer und schlecht steuerbar. Aber sie haben einen Vorteil – sie zwingen zur Absicherung. Diese Zwangslogik fällt mit der Auswanderung weg. Und genau deshalb brauchen Expats einen Plan, keine Hoffnung.

Viele Expats feiern ihr hohes Netto, vergessen aber, dass sie jetzt ihr eigenes Sozialamt sind. Wenn du morgen nicht mehr arbeiten kannst, kommt kein Krankengeld. Wenn du mit 70 in Rente gehen willst, überweist dir niemand eine gesetzliche Rente. Freiheit bedeutet Eigenverantwortung. Dein privater Sozialfonds muss Vorrang vor jedem Investment haben. Bevor wir über Aktienrenditen sprechen, müssen wir sicherstellen, dass dein Fundament steht. Wer investiert, ohne seine Basis-Risiken (KV, BU-Ersatz) gedeckt zu haben, baut sein Haus auf Sand. Wer heute sagt: „Ich zahle das alles nicht mehr“, muss im nächsten Satz beantworten können:

Wie ersetze ich es? Was ersetze ich? Und warum?

Freiheit ohne Absicherung ist kein Fortschritt.

Sie ist nur ein aufgeschobenes Risiko.

Die Globalminds-Pyramide: Erst Sicherheit, dann Rendite

Vermögensaufbau als Expat funktioniert nicht linear, sondern hierarchisch. Genau deshalb arbeiten wir bei Globalminds mit einer klaren Pyramide. Sie verhindert typische Fehler – und schützt vor teuren Abkürzungen.

Stufe 1 – Die Absicherung:

Eine funktionierende, weltweit gültige Krankenversicherung ist nicht verhandelbar – außer es bestehen extrem hohe Rücklagen für gesundheitliche Notfälle als Selbstzahler. Dazu kommen Haftpflicht und – je nach Einkommensmodell – ein privater Einkommensschutz. Ohne diese Basis ist jede Rendite theoretisch, weil ein einzelnes Ereignis dein Leben zerstören kann.

Stufe 2 – Die Notfallreserve:

In Deutschland nennt man es „Notgroschen“. Als Expat nennen wir es Überlebensgarantie. Im Ausland gibt es kein Bürgergeld, keine Übergangsleistungen, keine stillen Auffangnetze. Eine Reserve von mindestens sechs Monaten realer Lebenserhaltungskosten ist kein Sicherheitsfetisch, sondern Überlebenslogik. Sie kauft Zeit – und Zeit ist im Expat-Leben der entscheidende Faktor.

Stufe 3 – Der stabile Überschuss:

Investieren macht erst Sinn, wenn deine Einnahmen deine Kosten dauerhaft und deutlich übersteigen. Alles andere ist rechnerisch kein Investment, sondern ein Hoffnungsmodell.

Stufe 4 – Das Investment:

Ganz oben in der Pyramide steht erst das eigentliche Investment. Hier geht es um Rendite, Allokation, Strategie und Zeithorizont. Wer versucht, diese Stufe ohne Fundament zu erklimmen, baut kein Vermögen – sondern Spannung.

Die Regel ist simpel: Wer Stufe 1 bis 3 überspringt, betreibt kein Investment, sondern Spekulation auf seine eigene Existenz. Sie ist der Unterschied zwischen strukturiertem Vermögensaufbau und finanzieller Improvisation.

Das System dahinter: Warum Expat-Investieren ein 4-Phasen-Prozess ist

Die Globalminds-Pyramide lässt sich auf einen klaren Prozess herunterbrechen. Expat-Investieren folgt immer vier Phasen – unabhängig vom Land, vom Einkommen oder von der Branche.

Die erste Phase ist Sicherheit. Existenzielle Risiken müssen abgesichert sein, bevor man Rendite überhaupt denken darf.

Die zweite Phase ist Reserve. Liquidität schützt vor Zwangsentscheidungen – und vor dem Verkauf von Assets zum falschen Zeitpunkt.

Die dritte Phase ist Struktur. Banken, Broker, Steuerstatus, Rechtsraum. Hier entscheidet sich, ob dein Investment praktisch funktioniert oder an Bürokratie scheitert.

Erst die vierte Phase ist Strategie. Anlageklassen, ETFs, Beimischungen, Rebalancing. Das ist der sichtbare Teil – aber nicht der wichtigste.

Die meisten Fehler entstehen, weil Phase 4 priorisiert wird, während Phase 1 bis 3 ignoriert werden. Das sieht auf Social Media gut aus, funktioniert aber nicht in der Realität.

Säule 1: Infrastruktur – Broker, KYC und das Timing-Dilemma

Der technisch anspruchsvollste Teil des Expat-Daseins ist oft nicht das Investment selbst, sondern der Zugang dazu.

Konten werden gekündigt, Depots eingefroren oder Neuanträge abgelehnt – nicht wegen mangelnder Bonität, sondern wegen fehlender Klarheit.

Der Grund dafür liegt in regulatorischen Realitäten. Banken und Broker unterliegen strengen KYC- und AML-Vorgaben. Sie müssen jederzeit nachvollziehen können, wer du bist, wo du lebst, woher dein Geld kommt und welchem Rechtsraum du zugeordnet bist. Mobile Lebensmodelle passen schlecht in diese Logik.

Das Problem: Sobald du deine Abmeldung einreichst und einen Wohnsitz im Ausland (besonders außerhalb der EU) beziehst, passt du oft nicht mehr in das Compliance-Schema dieser Anbieter. Die Folge? Depotkündigungen im ungünstigsten Moment oder eingeschränkte Handlungsfähigkeit.

Was du verstehen musst:

  • KYC (Know Your Customer): Internationale Banken und Broker prüfen heute extrem genau, woher dein Geld kommt und wo du steuerlich ansässig bist. Eine unsaubere Dokumentenstruktur (z. B. keine Verbrauchsrechnung für den Wohnsitznachweis) kann dich Monate kosten.
  • Das Timing: Der ideale Zeitpunkt, um die technische Infrastruktur (Konten und Depots) aufzubauen, ist meistens kurz vor oder während des Umzugsprozesses, solange deine Historie noch lückenlos belegbar ist.

Besonders problematisch wird es, wenn der Umzug bereits vollzogen ist. Viele Expats melden sich im Heimatland ab, bevor sie neue Strukturen aufgebaut haben. Das Ergebnis: kein klarer Wohnsitz, keine belastbare Adresse, keine eindeutige Steuerzuordnung. Für Banken ist das ein Risikoprofil – und Risiken werden aussortiert.

Deshalb ist Timing kein Detail, sondern ein entscheidender Hebel. Konten und Depots lassen sich am einfachsten eröffnen, solange:

  • die Dokumentenlage noch sauber ist
  • der steuerliche Status eindeutig ist
  • eine stabile Adresse existiert

Wer diesen Moment verpasst, zahlt später mit Zeit, Nerven und eingeschränktem Zugang zu Finanzdienstleistungen.

In der Praxis bedeutet das:

Die technische Basis – Privatkonten, Businesskonten, Brokerzugänge – sollte vor oder parallel zur Auswanderung aufgebaut werden. Erst wenn diese Infrastruktur steht, lässt sich ein Investmentplan realistisch umsetzen.

Ohne funktionierende Infrastruktur ist jede Strategie wertlos.

Säule 2: Steuern & Domizil – Der unsichtbare Renditefresser

Steuern sind im Investmentprozess kein einmaliger Kostenpunkt, sondern ein dauerhafter Renditeabzug. Gerade bei langen Laufzeiten entfalten sie ihre volle Wirkung.

Ein scheinbar kleiner Unterschied – etwa 0,5 % höhere Kosten oder eine ungünstige Quellensteuer – kann über 20 oder 30 Jahre den Gegenwert eines Hauses ausmachen. Diese Effekte werden häufig unterschätzt, weil sie nicht sofort sichtbar sind.

Für Expats sind vor allem drei Faktoren entscheidend:

Kapitalertragssteuern, Quellensteuern und das Domizil der Anlageprodukte. Viele schauen beim Investieren nur auf die Kursentwicklung. Wir bei Globalminds schauen auf die Nachsteuerrendite. Zwei Faktoren sind hier entscheidend:

  • Quellensteuern & DBA: Je nachdem, wo dein Broker sitzt und in welchem Land dein ETF aufgelegt wurde (z. B. Irland vs. Luxemburg), greifen unterschiedliche Doppelbesteuerungsabkommen. Eine falsche Struktur kann dazu führen, dass 15 % oder mehr deiner Dividenden beim ausländischen Fiskus hängen bleiben – ohne dass du es merkst.
  • Der Zinseszins-Killer: Ein Unterschied von nur 0,5 % bei den laufenden Kosten oder der Steuerlast klingt wenig. Aber auf 30 Jahre gerechnet bedeutet das bei einem moderaten Portfolio oft einen Unterschied im sechsstelligen Bereich.

Besonders bei ETFs spielt der Sitz des Fonds eine zentrale Rolle. Nicht das Land, in dem du lebst, sondern der Ort, an dem der Fonds juristisch beheimatet ist, entscheidet über viele steuerliche Details. Genau deshalb dominieren für europäische Investoren ETFs aus Irland oder Luxemburg. Beide Standorte verfügen über stabile Rechtssysteme und günstige Doppelbesteuerungsabkommen, insbesondere mit den USA.

Ebenso wichtig ist die Frage, ob du dich in der Ansparphase oder bereits in der Entnahmephase befindest. Ausschüttend oder thesaurierend ist keine Geschmacksfrage, sondern eine steuerliche. Wer das erst am Ende seines Vermögensaufbaus bedenkt, verschenkt Planungsspielraum.

Gute Investmentrenditen entstehen nicht nur durch Marktentwicklung, sondern durch Struktur. Und diese Struktur ist fast immer steuerlich geprägt. Als Strategen helfen wir dir, den Ort deines Depots und das Domizil deiner Anlagen so zu wählen, dass sie perfekt mit deiner neuen Steuerresidenz harmonieren. Das Ziel ist die „Leckage-freie“ Rendite.

Säule 3: Die Anlagestrategie – modifizierte Core-Satellite Strategie

Beim Investieren gibt es zwei Wege: Den Versuch, schlauer zu sein als der Markt – oft ist das dann aber Daytrading und somit eher ein Einkommensstrom als nachhaltig, langfristiges investieren mit eigenen Regeln und speziellen vorgehensweisen. Oder die Kraft des Marktes für sich zu nutzen und einfach die Marktrendite über ein nach Markowitz effzientes, breit gestreutes Portfolio aufzubauen. Wir bei Globalminds bevorzugen Letzteres durch einen auf die Lebenssituation modifizierten Core-Satellite-Ansatz.

Für Expats hat sich eine klare Logik bewährt: Core-Satellite. Nicht, weil sie modern klingt, sondern weil sie Robustheit mit Flexibilität verbindet.

Der Core bildet das Fundament des Portfolios. Hier geht es nicht um Outperformance, sondern um globale Abdeckung, niedrige Kosten und maximale Einfachheit. Breite Aktien-ETFs sind dafür das Arbeitspferd. Viele Expats greifen instinktiv zum MSCI World und übersehen dabei, dass dieser Index stark auf Industrieländer und insbesondere die USA konzentriert ist. Der FTSE All-World ist in vielen Fällen die ausgewogenere Basis, weil er Schwellenländer bereits integriert und weniger Nachjustierung erfordert. Das Ziel: Einmal einrichten, monatlich besparen und dann – ganz wichtig – ignorieren.

Die Satelliten dienen nicht dem Spieltrieb, sondern der gezielten Ergänzung. Small Caps, Faktor-ETFs oder regionale Schwerpunkte können sinnvoll sein, wenn sie bewusst gewählt und regelmäßig überprüft werden. Wichtig ist dabei nicht die Anzahl der Positionen, sondern ihre Funktion im Gesamtbild, unter anderem der Lebenssituation angepasst. Tatsächlich gibt es relativ viele Bias die schädlich sind, Klumpenrisiken erzeugen und objektiv schlechte Anlageentscheidungen sind. Ein deutscher Häuslebauer der bei einem deutschen Konzern arbeitet, sollte einfach alleine aus Gründen der Diversität keine Aktien deutscher Unternehmen halten, da so wirklich alles an einem einzigen Standort hängt.

Wichtig bei einem Core- Satellite Ansatz ist auch die eigenen Tätigkeit.
Ein entscheidender Punkt wird oft unterschätzt: Psychologie. Märkte schwanken, Nachrichten wechseln täglich, und kurzfristige Bewegungen erzeugen permanent Handlungsdruck. Wer den Zinseszinseffekt verstanden hat, weiß: Ruhe ist kein Mangel an Aktivität, sondern eine Strategie. Die größte Rendite entsteht nicht durch ständiges Optimieren, sondern durch Durchhalten.

Als Expat hast du genug Variablen in deinem Leben (neues Land, neue Sprache, neue Business-Herausforderungen). Dein Depot sollte der Ort sein, an dem Ruhe herrscht. Wir planen in Dekaden, nicht in Quartalen. Der Zinseszins braucht Zeit, keine hektischen Klicks im User-Interface deines Brokers.

Ergänzungen: Rohstoffe, Gold & Krypto – Rolle und Grenzen

Neben klassischen Aktieninvestments gibt es Anlageklassen, die nicht primär Rendite liefern, sondern Stabilität oder Asymmetrie.

Gold und Rohstoffe erfüllen vor allem eine Funktion: Sie können Schwankungen glätten und als Absicherung in bestimmten Marktphasen dienen. Sie sind kein Ersatz für produktive Assets, sondern ein Gegengewicht. Wer sie einsetzt, sollte das mit klaren Quoten tun – nicht aus Angst, sondern aus Struktur.

Gold & Rohstoffe: Gold ist kein Rendite-Wunder, aber es ist die ultimative Versicherung gegen Systemrisiken. In einem internationalen Setup, in dem man sich nicht mehr auf die Stabilität einer einzelnen Währung oder eines Staates verlässt, ist ein gewisser Anteil an physischem Gold oder entsprechenden ETCs reine Vernunft.

Krypto: Wir betrachten Krypto als asymmetrische Wette. Das bedeutet: Das Risiko ist begrenzt (Totalverlust des Einsatzes), aber die Gewinnchance ist potenziell ein Vielfaches. Für die Globalminds-Zielgruppe macht eine Beimischung von Bitcoin oder Ethereum Sinn – aber nur mit einem klaren Sicherheitskonzept (Cold Storage). Private Keys, Verwahrung, Zugriff im Notfall – all das ist Teil der Verantwortung.

Beides gilt als Inflationsschutz und wird auch in Krisen Wert haben. Nicht vergessen, Inflation ist am Ende auch nur eine Art Steuer, in der der Staat den Wert des Geldes nominal absenkt, indem er mehr davor erschafft.

Entscheidend ist nicht, ob man diese Assets nutzt, sondern warum und in welchem Umfang.

Der vergessene Hebel: Investment in das eigene Business

Viele Expats fokussieren sich früh auf Finanzmärkte und übersehen dabei ihren größten Hebel: die eigene Arbeitsleistung. Die höchste Rendite (ROI) erzielst du oft nicht an der Börse, sondern in deinem eigenen Unternehmen.

Während ein ETF dir langfristig etwa 7 % pro Jahr liefert, kann ein Investment in eine n8n-Automatisierung, eine neue KI-gestützte Prozesskette oder die Skalierung deines Vertriebs eine Rendite von 100 %, 500 % oder mehr bringen. Es wäre dumm, dieses Potenzial ungenutzt zu lassen und es ist der Weg, um große Vermögen aufzubauen.

Wer ortsunabhängig arbeitet, verkauft Wissen, Zeit oder Prozesse. Investitionen in bessere Positionierung, effizientere Abläufe, Automatisierung oder Vertrieb bringen oft Renditen, von denen klassische Investments nur träumen können. Zehntausend Euro in ein skalierbares Geschäftsmodell zu stecken, kann den jährlichen Cashflow dauerhaft verändern – und damit auch die Spar- und Investitionsfähigkeit.

Das eigene Business ist keine Konkurrenz zum Portfolio. Es ist häufig dessen Motor.

Solange du mit Investitionen in dein Business, dein Einkommen und dich selbst mehr erwirtschaften kannst, solltest du das tun.

Immobilien-Warnung: Warum „Betongold“ für Expats oft zur Fessel wird

In Deutschland gilt die Immobilie als die sicherste aller Anlagen. Als Expat ändert sich diese Perspektive radikal. Wir bei Globalminds sehen Immobilien im Heimatland oft eher als Anker, der dich daran hindert, wirklich frei zu segeln. Eine Immobilie bindet Kapital an einen Ort, an einen Rechtsraum und an eine politische Realität, die man nicht kontrollieren kann. Sie erzeugt laufenden Verwaltungsaufwand, ist illiquide und zieht steuerliche Konsequenzen nach sich – insbesondere im Herkunftsland. In vielen Fällen bleibt eine beschränkte Steuerpflicht bestehen, selbst wenn man längst ausgewandert ist.

  • Der steuerliche Anker: Solange du eine Immobilie in Deutschland besitzt, bleibst du dort „beschränkt steuerpflichtig“. Das bedeutet, das Finanzamt behält einen Fuß in deiner Tür. Jede Änderung der Steuergesetzgebung im Heimatland betrifft dich weiterhin unmittelbar. Außerdem besteht ein Anknüpfungspunkt für die erweitert beschränkte Steuerpflicht, einem Albtraum aller Auswanderer.
  • Das Klumpenrisiko: Ein großer Teil deines Kapitals ist an einen einzigen Ort und ein einziges Rechtssystem gebunden. Das widerspricht dem Grundgedanken der geografischen Arbitrage und Diversifikation.
  • Der Verwaltungs-Albtraum: Instandhaltung, Mietpreisbremsen oder Enteignungsdebatten aus der Ferne zu managen, ist kein passives Investment, sondern ein unbezahlter Zweitjob mit hohem Stresspotenzial.

Immobilien können Teil einer Strategie sein, aber erst viel später und meistens nicht im Heimatland. Wer mobil sein will, sollte sein Kapital nicht in Beton gießen, der an einem Ort feststeckt, den er gerade verlassen hat.

Internationales Vererben – Das unterschätzte Risiko

Vermögen aufzubauen ist das eine. Es geordnet weiterzugeben, das andere.

Internationale Lebensmodelle führen zwangsläufig zu komplexen Nachlasssituationen. Unterschiedliche Rechtsräume, abweichende Pflichtteilsregelungen, blockierte Konten und lange Verfahren sind keine Ausnahme, sondern Realität. Ohne klare Regelung kann Vermögen im Ernstfall jahrelang unzugänglich sein – selbst für enge Angehörige.

  • Zuständigkeits-Chaos: Welches Recht findet Anwendung? Das deines Heimatlandes, deines Wohnsitzlandes oder das Land, in dem dein Depot liegt? Ohne klare Regelung drohen langwierige internationale Verfahren, die dein Vermögen durch Anwaltskosten auffressen können.
  • Die EU-Erbrechtsverordnung: Ein kleiner Hebel mit großer Wirkung. In vielen Fällen kannst du in deinem Testament wählen, welches Erbrecht angewendet werden soll (z. B. das deiner Staatsangehörigkeit). Das schafft Klarheit und verhindert böse Überraschungen für deine Hinterbliebenen.
  • Digitale Vorsorge: Wer hat Zugriff auf deine Depots und Wallets? Ein internationales Testament und eine klare Struktur der Begünstigten bei deinen Brokern sind die letzten Bausteine deiner Strategie.

Ein internationales Testament, eine bewusste Rechtswahl und saubere Begünstigungen bei Brokern sind keine Formalitäten. Sie sind der Abschluss einer verantwortungsvollen Finanzstrategie.

Investieren als Expat ist ein System, kein Produkt

Wir haben gelernt: Steueroptimierung ist der Startschuss, aber Investment ist der Marathon. Wer nur Steuern spart, aber kein System für sein Kapital hat, wird nie wirklich frei sein. Investieren als Expat ist kein Produkt und keine einzelne Entscheidung. Es ist ein System, das aus Sicherheit, Reserve, Struktur und Strategie besteht. Investieren als Expat funktioniert nur ganzheitlich. Es ist ein Zusammenspiel aus:

  1. Rechtssicherer Absicherung (Dein privates Sozialnetz).
  2. Technischer Exzellenz (Die richtige Broker-Infrastruktur).
  3. Strategischer Disziplin (Core-Satellite und Fokus auf das eigene Business).
  4. Vorausschauender Planung (Steuer-Domizile und Erbrecht).

Steueroptimierung schafft Spielraum.

Struktur entscheidet, ob dieser Spielraum wirkt.

Disziplin und Zeit machen daraus Vermögen.

Wer Freiheit will, muss sie planen.

Nicht perfekt, aber bewusst.

Genau hier setzt Globalminds an: nicht mit Einzellösungen, sondern mit einem System, das Freiheit tragfähig macht – heute und langfristig.

Bei Globalminds verkaufen wir keine Finanzprodukte. Wir helfen dir, dieses System zu bauen. Wir sorgen dafür, dass die Struktur steht, damit du dich auf das konzentrieren kannst, was wirklich zählt: dein Business und deinen Lifestyle.

Denn Freiheit ist kein Zufall – sie ist das Ergebnis einer sauberen Struktur.

Disclaimer:

Bereit für dein eigenes Setup? Wenn du keine Lust auf die „Bali-Falle“ hast und dein Vermögen von Anfang an professionell und international aufstellen willst, begleiten wir dich im Rahmen unseres Mentoring-Programms. Wir zeigen dir nicht nur, wo du Steuern sparst, sondern wie du dein Geld behältst und vermehrst.

Hinweis: Keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Inhalte sind allgemeiner Natur und können je nach Land, Aufenthalt und persönlicher Situation variieren. Prüfe die aktuelle Rechtslage oder buche eine persönliche Beratung. (Stand: 2026)

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